Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf!

Es muss nicht immer ein Neuwagen sein – und oft ist das auch einfach finanziell  nicht möglich. Aber wozu auch? Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland ist riesig und auch fast neue Autos sind schon weit unter dem Neupreis zu bekommen. Da ist für jeden Geschmack, Geldbeutel und Anspruch etwas dabei.  Jährlich wechseln in Deutschland über 7 Millionen gebrauchte PKW den Besitzer. Jeder Verkäufer versucht natürlich, den bestmöglichen Preis für sein Auto zu bekommen. Da wird oft mit nicht ganz fairen Mitteln gekämpft. Mängel werden verschwiegen, der Zustand „geschönt“ oder der Tacho manipuliert. Damit du als Käufer nicht auf einen dieser Tricks reinfällst, haben wir hilfreiche Tipps für den Gebrauchtwagenkauf für dich.

Ist auch drinnen, was draufsteht? Die Tricks der Verkäufer

Natürlich darf man nicht alle Verkäufer von gebrauchten Fahrzeugen über einen Kamm scheren und ihnen unterstellen, beim Verkauf tricksen zu wollen. Aber es gibt immer und überall schwarze Schafe, die das eine oder andere Detail verschweigen. Hier die gängigsten Stolperfallen beim Gebrauchtwagenkauf:

Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt: Viele Autos werden vor dem Verkauf professionell aufbereitet – dagegen ist nichts einzuwenden. Lass dich aber nicht dazu verleiten, von einem blitzblanken Äußeren auf einen genauso perfekten Gesamtzustand zu schließen. Prüfe das Auto trotzdem auf Herz und Nieren.

Gekauft wie besichtigt: Diese Formulierung gilt zwar bei Privatverkäufen – nicht jedoch bei Händlern. Privatleute können durch Formulierungen „Wie besichtigt und Probe gefahren“ eine Haftung für Mängel, die nach dem Kauf auftreten, gänzlich ausschließen. Händler – und in diesem Fall gehören auch Freiberufler und Selbständige dazu, die ihren Geschäftswagen verkaufen – unterliegen einer gesetzlichen Gewährleistungspflicht von zwei Jahren. Tritt in dieser Zeit ein Mangel auf, der bei einem vergleichbaren Fahrzeug nicht auftreten dürfte, muss der Händler das auf eigene Rechnung reparieren. Schlägt eine Nachbesserung fehl, muss er sogar den Wagen zurücknehmen. Die Gewährleistung kann zwar per Vertrag auf ein Jahr verkürzt werden, vollständig ausgeschlossen jedoch nicht.

Zurückgedreht und aufgewertet – der manipulierte Tacho: Diese Manipulation erhöht den Verkaufspreis eines Gebrauchtwagens binnen Minuten. Dem Fahrzeug wird einfach der Tacho um tausende Kilometer „zurückgedreht“ und schon ist er wegen der geringeren Laufleistung um einiges teurer. Formulierungen im Angebot oder Kaufvertrag, wie zum Beispiel „abgelesener Kilometerstand“ oder „Kilometerstand laut Tacho“ können auf eine Manipulation hindeuten. Überprüfe, ob der Gesamtzustand des Fahrzeugs mit den Kilometern am Tacho übereinstimmen kann. Abnutzung an den Pedalen, Schaltknauf, Lenkrad etc. können auf eine höhere Laufleistung hindeuten. Schaue dir das Serviceheft und etwaige Aufkleber zum Motorölwechsel etc. an – im Falle von Unstimmigkeiten bei den Kilometerangaben lass besser die Finger vom Auto.

Unfall? Nicht, dass ich wüsste: Händler sind verpflichtet, beim Verkauf sämtliche Unfälle des Fahrzeugs anzugeben – bis auf geringfügige Lackschäden. Es kann natürlich sein, dass der Verkäufer nichts von Vorschäden weiß – aber auch, dass er sie bewusst verschweigt. Prüfe das Fahrzeug auf nachlackierte Teile und ob die Spaltmaße zwischen Motorhaube, Kotflügeln und Seitenteilen gleichmäßig sind.

Im Internet gibt es noch ganz andere Maschen und Tricks zur Abzocke. Worauf du beim Autokauf im Internet achten solltest, erfährst du hier.

Die Gretchenfrage: Kauf vom Händler oder privat?

Beides hat Vor- und Nachteile. Ein großer Vorteil beim Händlerkauf ist eine mögliche Gebrauchtwagengarantie oder zumindest die gesetzlich vorgeschriebene Sachmängelhaftung. Beim Privatkauf gibt es keine Garantie und die Sachmängelhaftung kann der Verkäufer auch zur Gänze ausschließen. Dafür sind im Privatbereich die Angebote in der Regel günstiger und die Möglichkeiten zur Verhandlung des Preises meist auch größer.

Das richtige Auto gefunden – darauf solltest du beim Gebrauchtwagenkauf achten:

  • Verlange vom Verkäufer alle wichtigen Dokumente wie TÜV-Gutachten, Rechnungen oder das Wartungs-Scheckheft und versuche zu überprüfen, ob die Eintragungen nachvollziehbar sind.
  • Achte bei der Besichtigung darauf, dass das Fahrzeug trocken ist. Bei nassen Fahrzeugteilen können ausgetauschte oder reparierte Teile schwerer erkannt werden. Siehe nach, ob sich in den Radkästen, im Kofferraum und unter den Teppichen Rost befindet. Riecht das Auto muffig, deutet das auf Feuchtigkeit im Innenraum hin. Wenn möglich, werfe auch einen Blick unter das Auto.
  • Überprüfe die Spaltmaße und achte auf Unterschiede im Farbton des Lacks.
  • Schaue unter die Motorhaube, überprüfe Schläuche und Dichtungen, achte auf ausgelaufene Flüssigkeiten und generell auf die Flüssigkeitsstände. Ein frisch gereinigter Motorraum könnte darauf hindeuten, dass irgendwo etwas undicht ist.
  • Teste die wichtigsten elektrischen Funktionen wie Klimaanlage, Außenspiegel, Sitzheizung oder Radio.
  • Bei der Probefahrt überprüfe folgendes: Beim Einschalten der Zündung müssen die Kontrollleuchten (ABS, ESP, Airbags) kurz aufleuchten und beim Start erlöschen. Achte auf eine einwandfreie Geradeausfahrt, ob die Schaltung hakt, das Fahrzeug vibriert oder ruckt und ob das Auto beim Bremsen stabil bleibt.
Beim Gebrauchtwagenkauf sollte einiges beachtet werden.

Beim Gebrauchtwagenkauf sollte einiges beachtet werden.

Solltest du kein Gebrauchtwagenprofi sein, nehme jemanden zur Besichtigung mit, der etwas davon versteht. Oft lohnt sich auch ein Ankaufstest beim TÜV, der Dekra oder einer anderen Sachverständigen-Organisation. Das kostet nur ein paar Euro und du bist damit ein wenig sicherer, dass das Auto in Ordnung ist.

ACHTUNG: Auch gestohlene Fahrzeuge werden angeboten!

Besonders dreiste Betrüger verkaufen gestohlene Gebrauchte mit gefälschten Papieren. Als Laie hat man kaum Chancen, dies zu erkennen. Hast du beim Verkäufer kein gutes Bauchgefühl, lasse lieber die Finger vom Auto. Denn wenn es gestohlen ist und das kommt eines Tages raus, ist der Verkäufer wahrscheinlich schon längst über alle Berge und du bist das Auto und dein Geld los…

Restrisiko beim Gebrauchtwagenkauf ausschließen – mit JurBuy sorgenfrei Autos kaufen

Wer im Nachhinein feststellen muss, das der Kilometerstand nicht korrekt angegeben wurde, das Fahrzeug nicht angegebene Vorschäden aufweist oder irgendetwas anderes mit dem neuen Gebrauchten nicht stimmt, hat mir JurBuy gute Karten, auch nach Kaufvertragsunterzeichnung und Bezahlung zu seinem Recht zu kommen.

JurBuy ist eine Versicherung, die sogar bis 24 Stunden nach dem Kauf noch abschließbar ist. Sie leistet Rechtsberatung und Mediation für Online-Autokäufe bei Autoscout24 und mobile.de bis zu einem Kaufpreis von 20.000 Euro und kostet nur einmalig ein paar Euro – abhängig vom Kaufpreis des Autos. JurBuy ist mit wenigen Klicks online abschließbar – weitere Informationen findest du unter www.jurbuy.de