Gebrauchtwagen-Kaufvertrag – das gilt es zu beachten

Der Kauf eines neuen Autos ist häufig eine nervenaufreibende Angelegenheit. Hat man nach langer Suche endlich das Traumauto gefunden und den Preis ausgehandelt, steht die nächste Hürde an: der Kaufvertrag. Beim Kauf eines Neuwagens ist es häufig möglich, standardisierte Verträge zu nutzen. Fällt die Entscheidung allerdings auf einen Gebrauchtwagen, gibt es keine festen Regelungen, welche Form der Vertrag haben muss. Was es daher zu beachten gibt und auf welche Inhalte du nicht verzichten darfst, erfährst du in diesem Artikel.

Inhalt: Das darf im Kaufvertrag nicht fehlen

Zunächst einmal sollte der Gebrauchtwagen-Kaufvertrag immer schriftlich erfolgen. Zwar sind Kaufverträge grundsätzlich auch mündlich gültig, allerdings ist es besser, auf Nummer Sicher zu gehen. Denn dann kann man im Streitfall belegen, dass zum Beispiel bestimmte Mängel im Vertrag aufgenommen wurden. Es ist außerdem sinnvoll, einen Experten mit zur Besichtigung zu nehmen oder das Auto von einer Fachwerkstatt überprüfen zu lassen.

Inhaltlich sind sowohl Käufern als auch Verkäufern eigentlich keine Grenzen gesetzt, was sie in den Kaufvertrag schreiben oder eben auch nicht. Dennoch gibt es einige Punkte, bei denen du darauf achten solltest, dass sie im Vertrag aufgenommen werden. Hierzu zählen:

  • Kaufpreis
  • Kilometerstand
  • Anzahl an Vorbesitzern
  • Zugesagte Eigenschaften des Fahrzeugs (z.B. unfallfrei, Importfahrzeug)
  • Zubehör und Sonderausstattungen

Hast du mit dem Verkäufer ausgehandelt, dass vor der Übergabe noch Reparaturen am Fahrzeug durchgeführt werden sollen, ist es wichtig, auch diese schriftlich festzuhalten. Und auch wenn es abwegig erscheinen mag, musst du überprüfen, ob der ausgehandelte Kaufpreis tatsächlich im Vertrag eingetragen ist.

Tipps und Tricks: Kaufvertrag nicht blind unterschreiben

Kommt es zur Unterschrift, solltest du den Kaufvertrag nochmal sorgfältig durchlesen und die angegebenen Daten mit denen der Zulassungsbescheinigung abgleichst. Hierdurch kannst du kontrollieren, ob es sich auch wirklich um das angegebene Fahrzeug handelt.

Häufig machen Käufer außerdem den Fehler, dass sie Mängel im Kaufvertrag aufnehmen, über die sie vorher nicht aufmerksam aufgeklärt worden sind. Daher solltest du auch schauen, ob im Vertrag Klauseln angegeben sind, die die Haftung ausschließen. Denn Verkäufer versuchen häufig, versteckte Mängel des Fahrzeugs auf den Käufer abzuwälzen. Dies ist jedoch meistens nicht rechtens und solche Klauseln haben keine Gültigkeit.

Beim Kauf von Privatpersonen solltest du außerdem beachten, dass du nicht die gleichen Ansprüche geltend machen kannst wie beim Kauf vom Händler. Denn die meisten Privatverkäufer versehen Verträge vorsorglich mit der Klausel „gekauft wie gesehen“. Hierdurch wird die Gewährleistung für offensichtliche Mängel ausgeschlossen. Der Verkäufer haftet daher nicht für Mängel, die ein durchschnittlicher Käufer bei einer ordnungsgemäßen Untersuchung des Fahrzeugs erkennen kann. Hierzu zählen beispielsweise Kratzer oder Beulen. Versteckte Mängel zählen allerdings nicht dazu und rechtfertigen damit eine Gewährleistungshaftung oder Anfechtung wegen arglistiger Täuschung.

Wichtig ist auch, dass du keine Anzahlungen leistest, bevor beide Seiten den Vertrag unterzeichnet haben. Andernfalls kann dies teuer werden.

Den Autokaufvertrag nochmal checken

Bevor du schließlich mit dem neuen Auto nach Hause fährst, solltest du dich vergewissern, dass alle notwendigen Dokumente ausgehändigt wurden. Die beiden wichtigsten Dokumente sind die Zulassungsbescheinigungen Teil I und II, die seit Oktober 2005 den Fahrzeugschein und -brief ersetzen. Außerdem sollte man die TÜV-Bescheinigungen, das Inspektionsheft und die Bedienungsanleitung vom Verkäufer bekommen. Achte außerdem darauf, ob der Verkäufer auch als Eigentümer im Kraftfahrzeugschein eingetragen ist. Wenn dies nicht der Fall ist, ist es sinnvoll sich eine schriftliche Vollmacht und den Ausweis des Bevollmächtigten zeigen lassen.

Steht das Auto dann schließlich in der eigenen Garage, ist die Arbeit aber noch nicht getan: Nun steht noch ein Gang zur Kfz-Zulassungsbehörde und zur Versicherung an, bei der man den Kaufvertrag einreichen muss und somit bestätigt, dass man der neue Eigentümer des Autos ist. Und dann steht dem Fahrspaß nichts mehr im Weg.

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